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Epigenetische Gesundheitsberatung

Physio-Epigenetik

Bewegung hat eine bemerkenswerte Wirkung auf deinen Körper – nicht nur auf Muskeln und Herz, sondern auch auf die Art und Weise, wie deine Gene arbeiten.

 

Gene sind wie Baupläne in deinem Körper, und Bewegung kann beeinflussen, welche dieser Baupläne gelesen und umgesetzt werden. Wenn du dich regelmäßig bewegst, können bestimmte Gene aktiviert oder deaktiviert werden, was weitreichende Auswirkungen auf deine Gesundheit hat.

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Epigenetische Wirkung von Bewegung

Wir alle wissen, das Bewegung ein zentraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils ist und sich in vielfältiger Weise positiv auf unsere Gesundheit auswirkt. In den letzten Jahren hat die Forschung jedoch gezeigt, dass die positiven Effekte von Bewegung weit über die Verbesserung der körperlichen Fitness hinausgehen. Bewegung kann tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Epigenetik haben, die die Art und Weise, wie unsere Gene exprimiert werden, beeinflussen kann.

Diverse Studien zeigen, dass Bewegung nicht nur gut für unseren Körper ist, sondern rasch epigenetische Veränderungen in unseren Zellen bewirken kann.
Wichtig dabei ist, dass diese Veränderungen nur in den Zellen auftraten, die tatsächlich trainiert wurden:

Schnelle epigenetische Veränderungen durch Sport

Schwedische Forscher entdeckten 2012, dass bereits ein 20-minütiges Training auf dem Fahrradergometer zu einer starken Aktivierung bestimmter Gene in den Muskelzellen führt. Diese Aktivierung geschieht durch Demethylierung, wodurch die Gene leichter abgelesen werden können. Interessanterweise war der Effekt umso stärker, je anstrengender das Training für die Versuchspersonen war.

 

Langfristige Effekte regelmäßigen Trainings

Bei einem längerfristigen, regelmäßigen Training über 6 Monate konnten positive Veränderungen an 7.663 Genen beobachtet werden. Darunter waren 18 Gene, die das Übergewichtsrisiko beeinflussen, und 21 Gene, die mit Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht werden.

 

Auswirkungen auf das biologische Alter

Eine Studie aus dem Jahr 2019 zeigte, dass sich die Muskelzellen von Männern im Alter von 60 bis 65 Jahren epigenetisch deutlich unterschieden, je nachdem wie viel Sport sie im Laufe ihres Lebens getrieben hatten. Bei sportlichen Männern gab es an 700 Stellen Veränderungen im Vergleich zu unsportlichen Männern. Einige dieser Gene haben einen positiven Einfluss auf den Zellstoffwechsel und tragen dazu bei, dass ein Mensch langsamer altert.

Woher rühren diese Veränderungen?

 

In den meisten Studien werden zwei wichtige Prozesse untersucht, durch die unsere Gene beeinflusst werden können: DNA-Methylierung und Histonmodifikation. Diese beiden Mechanismen steuern, ob bestimmte Gene eher aktiv oder „stillgelegt“ sind – vergleichbar mit einem Lichtschalter. Bei sportlich aktiven Menschen zeigt sich, dass Gene, die zum Beispiel für Energiegewinnung, Muskelaufbau und den Zellschutz vor freien Radikalen zuständig sind, oftmals weniger stark methyliert sind. Das bedeutet: Sie sind besser ablesbar – also aktiver – und der Körper kann sie effektiver nutzen.

Mehr Informationen über die epigenetischen Mechanismen findest du hier.

Gesundheitliche Auswirkungen

Die epigenetischen Veränderungen, die durch Bewegung angestoßen werden, können diverse positive Auswirkungen auf deine Gesundheit haben:

Gehirngesundheit

Bewegung kann neuroprotektive Effekte haben und das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson verringern. Dies kannn zum Teil auf epigenetische Veränderungen zurückzuführen sein, die die Funktion und das Überleben von Nervenzellen verbessern.

Mentale Gesundheit

Bewegung kann auch die Symptome von Depressionen und Angstzuständen verbessern und die mentale Gesundheit insgesamt fördern. Epigenetische Veränderungen können an diesen Effekten beteiligt sein, indem sie die Expression von Genen beeinflussen, die die neuronale Funktion und Plastizität regulieren.

Nervensystem

Regelmäßige Bewegung kann das BDNF-Gen positiv beeinflussen, was sich günstig auf neurodegenerative Erkrankungen auswirken kann.

Braunes Fettgewebe

Bewegung fördert die Bildung von braunem Fettgewebe, was den Stoffwechsel verbessert und vor Übergewicht schützt.
 

Stoffwechselgesundheit

Bewegung kann die Insulinempfindlichkeit verbessern und das Risiko für Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Epigenetische Veränderungen spielen hierbei eine Rolle, indem sie die Expression von Genen beeinflussen, die den Stoffwechsel regulieren.

 

Krebs

Bewegung kann das Risiko für verschiedene Krebsarten verringern. Epigenetische Mechanismen könnten hierbei eine Rolle spielen, indem sie die Expression von krebsfördernden Genen unterdrücken und die Expression von tumorsuppressiven Genen aktivieren. Hierzu gibt es z.B. eine Studie mit Brustkrebspatientinnen, bei welchen moderates Training über sechs Monate zu einer stärkeren Aktivität des Tumorsuppressorgens L3MBTL1 führte.

"Keine Stunde im Leben, die man im Sport verbringt, ist verloren."

Winston Spencer Churchill (1874-1965)

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