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Epigenetische Gesundheitsberatung

Mitochondrien- Medizin

Die Mitochondrienmedizin befasst sich mit der Gesundheit und Funktionsweise der Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen.

 

Bei Erkrankungen, die durch Störungen in den Mitochondrien verursacht werden, also bei Mitochondriopathien, kann die Mitochondrienmedizin zum Einsatz kommen.

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Die Energiezentralen unserer Zellen

Mitochondrien sind winzige Organellen innerhalb unserer Zellen, die für die Energieproduktion verantwortlich sind. Sie sind die "Kraftwerke" der Zellen und produzieren, durch die Umwandlung von Nährstoffen wie Zucker und Fett, den Hauptbestandteil unserer zellulären Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP),

 

Neben der Energieproduktion haben Mitochondrien weitere wichtige Funktionen im Stoffwechsel, wie den Abbau von Fettsäuren und Aminosäuren, die Entgiftung von Harnstoff, die Regulation des programmierten Zelltods (Apoptose) und die Speicherung von Calcium. Durch den Prozess der Zellatmung gewinnen Mitochondrien Energie aus Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. Dabei bewegen sie winzige Teilchen (Elektronen) durch die Atmugskette (eine Art Energiekette). Dies erzeugt eine Spannung, ähnlich wie in einer Batterie. Diese Spannung wird dann genutzt, um den Energieträger ATP herzustellen, den die Zelle als "Treibstoff" verwendet.

Wenn diese Energiezentralen nicht mehr richtig funktionieren, können viele zelluläre Prozesse, die Energie benötigen, nicht mehr optimal ablaufen. Dies kann weitreichende Folgen für unsere Gesundheit haben:

  • Die Zellen produzieren weniger ATP, was zu chronischer Müdigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit führt.

  • Gestörte Mitochondrien können vermehrt schädliche freie Radikale produzieren, die Zellschäden verursachen und Alterungsprozesse beschleunigen.

  • Da Mitochondrien wichtige Rollen im Fett- und Aminosäurestoffwechsel spielen, kann ihre Dysfunktion zu Stoffwechselstörungen führen.

  • Muskeln, die viel Energie benötigen, können besonders unter mitochondrialer Dysfunktion leiden, was zu Muskelschwäche und -schmerzen führen kann.

  • Das Herz, als energieintensives Organ, kann durch mitochondriale Störungen beeinträchtigt werden.

Mitochondriale Fehlfunktionen werden auch mit der Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson in Verbindung gebracht.

Was sind Mitochondriopathien?

Unter Mitochondriopathien versteht man eine Gruppe von Erkrankungen, die durch Störungen in den Mitochondrien verursacht werden. Diese Störungen können verschiedene Formen annehmen und beeinträchtigen die Fähigkeit der Mitochondrien, Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) zu produzieren, was zu einer Vielzahl von Symptomen und Gesundheitsproblemen führen kann.

Zu den Symptomen gehören  - wie oben erwähnt- Müdigkeit, Muskelschwäche, Koordinationsprobleme, Herzerkrankungen, Seh- oder Hörprobleme und Störungen des Nervensystems und vieles mehr. Die Schwere der Symptome und der Verlauf der Erkrankung können je nach Art der Mitochondriopathie und den betroffenen Organen variieren. Manche Patienten haben nur leichte Symptome, während andere Patienten bereits im Kindesalter schwer betroffen sind.

Die Ursachen von Mitochondriopathien können vielfältig sein und hängen oft von der spezifischen Art der Erkrankung ab. Es ist auch wichtig zu beachten, dass Mitochondriopathien oftmals durch eine Kombination von Faktoren verursacht werden:

  • Die häufigste Ursache von Mitochondriopathien sind Mutationen in den Genen, die für die Struktur oder Funktion der Mitochondrien oder ihrer DNA verantwortlich sind. Diese genetischen Veränderungen können vererbt oder spontan auftreten.

  • Mitochondrien haben ihre eigene DNA, die unabhängig von der DNA im Zellkern ist. Mutationen in der mitochondrialen DNA können die Funktion der Mitochondrien beeinträchtigen und zu Mitochondriopathien führen.

  • Einige Umweltgifte, Medikamente oder andere chemische Substanzen können die Mitochondrien schädigen und ihre Funktion beeinträchtigen.

  • Manchmal können Mutationen in Genen im Zellkern, die mit der Regulation der Mitochondrienfunktion verbunden sind, zu Mitochondriopathien führen.

  • Störungen des Stoffwechsels können die Energieproduktion in den Mitochondrien beeinträchtigen und zu Mitochondriopathien führen.

Diagnose & Therapie

Mitochondriopathien können durch eine ausführliche Anamnese, gezielte diagnostische Untersuchungen und die Beobachtung von Symptomen diagnostiziert werden.


Zu Beginn ist eine umfassende Anamnese erforderlich, um den Verdacht auf eine Mitochondriopathie zu erhärten. Gezielte diagnostische Tests können dann durchgeführt werden, um die Funktionsweise der Mitochondrien zu überprüfen.

Eine Therapie von Mitochondriopathien kann verschiedene Ansätze umfassen, darunter die Optimierung der Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten und guten Fetten, moderater Sport, Schlafoptimierung, Stressreduktion und Entgiftungsmaßnahmen.

 

Darüber hinaus kann die gezielte Gabe von Mikronährstoffen dazu beitragen, erste Symptome zu lindern und die Mitochondrienfunktion zu unterstützen. Es ist wichtig, eine ganzheitliche Behandlungsstrategie zu verfolgen, die darauf abzielt, die Gesundheit der Mitochondrien zu verbessern und damit die zugrunde liegenden Ursachen von Mitochondriopathien anzugehen.

Wie kann die Mitochondrienmedizin helfen?

Während Mitochondriopathien komplexe Erkrankungen mit vielfältigen Symptomen und Ursachen darstellen, eröffnet die Epigenetik neue Möglichkeiten, die Gesundheit der Mitochondrien zu unterstützen und damit positiv auf die Lebensqualität der Patienten einzuwirken.

Die Mitochondrienmedizin verfolgt nicht den Ansatz, die defekten Mitochondrien direkt zu reparieren. Stattdessen konzentriert sie sich darauf, die Funktion der verbliebenen gesunden Mitochondrien zu optimieren und die Zellen insgesamt zu unterstützen.


Therapieansätze der Mitochondrienmedizin umfassen

  • eine ausgewogene Ernährung mit leicht verdaulichen Kohlenhydraten, gesunden Fetten und ausreichend Vitaminen um die Energieversorgung der Zellen zu uterstützen;

  • die gezielte Gabe von Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Mikronährstoffen um Defizite auszugleichen und so die mitochondriale Funktion zu unterstützen;

  • regelmäßige körperliche Aktivität in moderatem Umfang, was die Mitochondrienfunktion positiv beeinflussen kann;

  • Entspannungstechniken die dabei helfen, Stress abzubauen und die Mitochondrienfunktion zu schützen, denn chronischer Stress schädigt auch unsere Mitochondrien;

  • Physiotherapie, Schlafoptimierung und antioxidative Substanzen , welche je nach Bedarf eingesetzt werden können.


Neue Therapiemöglichkeiten dank Epigenetik?

  • Epigenetische Therapien könnten die Expression von Genen fördern, die für die Energieproduktion in den Mitochondrien essentiell sind. Dies könnte zu einer Steigerung der ATP-Synthese und einer Reduzierung von Symptomen wie Muskelschwäche und Müdigkeit führen.

  • Epigenetische Veränderungen könnten die Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) in den Mitochondrien regulieren und so deren schädliche Auswirkungen auf die Zellen minimieren. Dies könnte Entzündungen und Zelltod entgegenwirken und die allgemeine Zellgesundheit verbessern.

  • Epigenetische Modulation könnte die Fusion und Spaltung von Mitochondrien beeinflussen und so zu einer normalisierten mitochondrialen Morphologie und Funktion beitragen. Dies könnte die Effizienz der Energieproduktion erhöhen und die mitochondriale Gesundheit insgesamt stärken.

"Unsere Gene reagieren auf unsere

Gedanken, Gefühle und Handlungen."

Bruce Lipton (Entwicklungsbiologe, Stammzellenforscher und Buchautor)

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